
Bolivien
Hoffnung und Begleitung im Alltag der Menschen
Seit 2006 sind die Schwestern von der heiligen Elisabeth in Santa Cruz de la Sierra in Bolivien präsent. Ihre Niederlassung ist Teil der weltweiten missionarischen Sendung „Ad Gentes“ – dem Auftrag, den Glauben in konkrete Lebenswirklichkeit hineinzutragen und Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen beizustehen. In einem Umfeld, das vielerorts von Armut, instabilen Lebensverhältnissen und fehlender sozialer Absicherung geprägt ist, verbinden die Schwestern materielle Hilfe, pädagogische Begleitung und geistliche Unterstützung. Ziel ihres Engagements ist es, Menschen nicht nur punktuell zu helfen, sondern sie in ihrer Würde zu stärken und Hoffnung erfahrbar zu machen.
Inhalt auf dieser Seite
Das Projekt im Überblick
Dauerhafte Aufgaben und Arbeitsfelder

Gemeinschaftshaus – Raum für Kinder und Jugendliche
Die Schwestern sind bewusst in sozial herausfordernden Stadtvierteln von Santa Cruz de la Sierra präsent. Dort betreiben sie ein offenes Gemeinschaftshaus mit einer Kinder- und Jugend-Treffstelle.
Kinder und Jugendliche finden hier einen sicheren und begleiteten Raum. Sie erhalten Unterstützung beim Lernen, erleben soziale Gemeinschaft und haben die Möglichkeit, an vielfältigen Spiel- und Freizeitangeboten teilzunehmen.
Das Ziel geht über Betreuung hinaus. Die Schwestern stärken die jungen Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung, fördern Verantwortungsbewusstsein und vermitteln Werte wie Solidarität, Respekt und Hoffnung. Gleichzeitig begleiten sie die Kinder in ihrer Beziehung zu Gott und unterstützen sie darin, ihren Glauben im Alltag zu leben.

Ambulante Begleitung von Familien
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die direkte Unterstützung von Familien, die unter prekären Lebensbedingungen leben.
Die Schwestern besuchen Haushalte in besonders armen Stadtteilen und unterstützen mit Lebensmitteln sowie Dingen des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus bieten sie pädagogische Unterstützung für Kinder und führen Gespräche und leisten seelsorgliche Begleitung. Auch bei alltäglichen Herausforderungen stehen sie den Menschen helfend zur Seite.
Diese Form der Hilfe ist bewusst persönlich und beziehungsorientiert. Die Schwestern begegnen den Menschen in ihrem eigenen Lebensumfeld und bauen tragfähige Beziehungen auf. Nähe, Zuhören und Verlässlichkeit sind zentrale Elemente dieser Arbeit.

Katechese und Glaubensbildung
Die Katechese ist ein zentraler Bestandteil des missionarischen Auftrags. Sie verbindet Glaubensvermittlung mit konkreter Lebenshilfe.
Die Schwestern engagieren sich in der pfarrlichen Katechese und begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Glaubensweg. Sie bieten Glaubensunterweisung an, bereiten auf die Sakramente vor und unterstützen Ministranten- sowie Jugendgruppen. Darüber hinaus organisieren sie missionarische Ausflüge und verschiedene Bildungsangebote.
Katechese wird dabei nicht nur als Unterricht verstanden, sondern als Begleitung junger Menschen in ihrer persönlichen und geistlichen Entwicklung.

Besuchsdienst bei Kranken und Bedürftigen
Regelmäßig besuchen die Schwestern Kranke, ältere Menschen und sozial ausgegrenzte Personen in ihren Häusern – oft unter sehr schwierigen Lebensbedingungen.
Sie bringen die Eucharistie und die Sakramente zu den Menschen, teilen gemeinschaftliche Mahlzeiten und schenken seelsorgliche Begleitung. Durch ihre menschliche Nähe und die Zeit, die sie den Menschen widmen, vermitteln sie Trost, Gemeinschaft und neue Hoffnung.
Gerade durch diese kleinen, persönlichen Gesten wird für viele Menschen spürbar, dass sie nicht vergessen sind. Der Besuchsdienst ist Ausdruck des Charismas der Gemeinschaft: Christus in den leidenden und benachteiligten Menschen zu begegnen.

Einordnung
Die Arbeit der Schwestern in Bolivien verbindet materielle, pädagogische und geistliche Hilfe in einem ganzheitlichen Ansatz. Sie richtet sich bewusst an Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen.
Seit fast zwanzig Jahren leisten die Schwestern kontinuierliche Aufbauarbeit. Die heute sichtbaren Aktivitäten stehen auf einer stabilen, gewachsenen Struktur. Die Projekte sind nicht kurzfristig angelegt, sondern Teil einer langfristigen missionarischen Präsenz.
Wirkung
Die Arbeit in Bolivien trägt dazu bei:
- Kindern einen geschützten Entwicklungsraum zu geben
- Familien in akuten Notlagen zu stabilisieren
- Glaubens- und Bildungsangebote zugänglich zu machen
- sozial isolierte Menschen zu begleiten

Wirkung
Das Engagement in Bolivien trägt dazu bei,
Kindern und Jugendlichen bessere Bildungschancen zu ermöglichen,
Familien in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten,
soziale Teilhabe zu fördern,
kirchliche Gemeinschaften vor Ort zu stärken
und langfristige Zukunftsperspektiven zu schaffen.